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Kreisauskunftsbüro / Suchdienst

Termine
KAB-Treffen 

30.11.2017 - fällt aus

Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid.

 

Was ist das Kreisauskunftsbüro?

Das Kreisauskunftsbüro (KAB) ist eine Einrichtung des DRK-Suchdienstes.
Im Bedarfsfall erfasst dieser Arbeitskreis Personendaten, wertet diese aus und stellt bei Personensuchanfragen wichtige Informationen zum Verbleib zur Verfügung.

Die Aufgaben des Suchdienstes bei Katastrophen, Großschadensereignissen, Großveranstaltungen und anderen Gelegenheiten

  • Einrichten einer Auskunftsstelle als zentrale Anlaufstelle
  • Entgegennahme von Suchanträgen nach Personen sowie Meldungen über Betroffene
  • Auswerten von Informationen und Begegnungen ermitteln
  • Suchenden Menschen Auskunft zum Aufenthaltsort der gesuchten Person erteilen

Wie arbeitet das Kreisauskunftsbüro?

Unseren Mitarbeitern des Kreisauskunftsbüros stehen moderne elektronische Datenverarbeitungsmittel mit Software zur Verfügung. Diese Software ist speziell auf die Erfassung sowie Auswertung von Personendaten ausgelegt und ermöglicht ein effektives Suchen und Verwalten der gesammelten Daten. Des Weiteren leisten Anhängekarten und diverse Vordrucke einen standardisierten und damit schnellen Ablauf von der Datenerfassung bis hin zur Weiterleitung an die zuständigen Stellen ihren notwendigen Beitrag.

Eine volle Ausbildung umfasst die 5 Fach-Module:

Modul 1 - Grundlagenwissen
Modul 2 - Arbeit in der Auskunftsstelle
Modul 3 - EDV / Xenios
Modul 4 - Umgang mit Betroffenen
Modul 5 - Planspiel / Übung

Sie sind interessiert?
Wir informieren Sie gerne.

Gern können Sie am letzten Donnerstag im Monat um 17:00 Uhr zu unseren KAB-Treffen auf der Liebstädter Straße 4 b dazukommen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den DRK Kreisverband Pirna e.V., Liebstädter Straße 4b in 01796 Pirna.

Ansprechpartnerin 
Frau Diana Temme 
E-Mail: kab@drkpirna.de

Beispiel eines Einsatzes des KAB - Hochwasser 2013

Das Junihochwasser 2013 hat viele BürgerInnen unserer Region hart getroffen. Zahlreiche Menschen mussten für mehrere Tage in Notunterkünften leben. Die Kameradinnen unseres Kreisauskunftsbüros waren nicht nur für die Registrierung der betroffenen Personen verantwortlich, sondern waren Organisator, Zuhörer und Freund. 

Ein Busunfall, ein größeres Unglück - Die Hilfe für die Betroffenen läuft schnell und routiniert an, sie werden schnellstmöglich versorgt. Eine Personengruppe wird in der Anfangsphase aber oft vergessen: Menschen, die von dem Ereignis gehört haben und sich nun Sorgen machen, ob Angehörige hiervon betroffen sind. In einem solchen Fall helfen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kreisauskunftsbüros (KAB) des Deutschen Roten Kreuzes des Kreisverbandes Pirna e.V. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Verbindung zwischen Betroffenen und Angehörigen dadurch wiederherzustellen, dass sie Meldungen über den Verbleib von Betroffenen und Anfragen von Angehörigen als zentrale Auskunftsstelle entgegennehmen. 

In der heutigen Zeit verbreitet sich die Nachricht über ein Unglück sehr schnell über alle Medien. Innerhalb kurzer Zeit kommt es bei den Behörden vor Ort z.B. Polizei, oder Stadtverwaltung - aber auch bei den Rettungsleitstellen und anderen Organisationen zu einer großen Zahl von Anrufen besorgter Menschen, die wissen wollen, ob Angehörige unter den Opfern sind. Kommt das Kreisauskunftsbüro zum Einsatz, kann auch diesen Menschen geholfen werden. Alle Informationen über die betroffenen Menschen laufen nun an einer zentralen Stelle zusammen, so dass denjenigen, die sich nach dem Schicksal eines Menschen erkundigen wollen, ein Ansprechpartner zur Verfügung steht. Auf diese Weise werden die Behörden erheblich entlastet. 

Das Kreisauskunftsbüro des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Pirna e.V. hilft bei der Suche nach Betroffenen. 

Die Mitarbeiter des KAB sind darin ausgebildet, die Unterlagen, mit denen die Helfer verletzte und evakuierte Menschen registriert haben, entgegenzunehmen und auszuwerten. Sie erstellen aus diesen Unterlagen eine Kartei, mit der die Anfragen von Angehörigen abgeglichen und aus der dann Auskünfte über den Aufenthaltsort der Gesuchten gegeben werden können. Der Weg jedes Betroffenen z.B. vom Unglücksort bis zum Krankenhaus wird hierbei mit Hilfe eines bewährten Systems verfolgt, um den aktuellen Verbleib so schnell wie möglich ermitteln zu können. Die Kartei muss deshalb natürlich ständig aktualisiert werden, wenn eine neue Meldung eintrifft, wo sich ein Betroffener aufhält. Mit diesem einfachen System kann -jetzt auch EDV-unterstützt- vielen Menschen, die einen Vermissten suchen, schnell und effektiv geholfen werden. 

Wir suchen engagierte Menschen, die mit wenig Zeitaufwand ehrenamtlich eine gute Sache unterstützen.